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Mein Weg zum Self Publishing, Teil 1


Ich habe meine Manuskripte an Verlage geschickt - kein Schwein interessiert's. Hat sie jemand gelesen? Ich kriege nicht einmal eine Antwort. Wird bei Verlagen noch gelesen? Oder hocken dort nur Analphabeten, die nicht erkennen, wenn abgeschrieben wird? Ist Lesen outgesourct? Macht nichts, alle haben so angefangen, auch Autoren, die später den Nobelpreis bekommen haben.

Ich habe sie an Agenturen geschickt, das sollten doch die Trüffelschweine sein, die Talente erkennen, oder? Kein Schwein ruft mich an. Doch halt, Zürich ist dran ... Die ersten 30 Seiten - toll! Doch letztendlich: Sie können sich nicht einigen. Will ich Politiker werden, gehe ich in die Politik! Wenn Literatur mehrheitsfähig sein muss, wenn Krethi und Plethi zustimmen müssen, sieht sie aus, wie sie aussieht, die deutsche Literatur. Die verbliebenen Kritiker in den Zeitungsredaktionen und Funkhäusern sehen genauso aus. Ihr könnt euch die Hand reichen. Entscheider? Persönlichkeiten? Fehlanzeige. Schlimmer, viel schlimmer als in der deutschen Großindustrie. Und das will etwas heißen

Da denke ich mir zum ersten Mal: Jetzt reicht's. Ihr kommt euren Aufgaben nicht nach. Ihr bedient nur Genres und macht Cross-Marketing: Prominentenbiografien und Betroffenheitsgeschichten. Wie der Teufel, der immer auf den gleichen Haufen scheißt. Nicht Amazon ist mein Klassenfeind, sondern ihr. Besorgt es euch selbst! Viel Spaß - ohne mich.

Ich frage nicht mehr. Ich mache es selbst. Ich habe mich informiert und alles gelesen, was es zum Thema Self Publishing gibt, auf deutsch und englisch. Ratgeber, Interviews, How to become-Bücher ... Ich kenne die Namen und Geschichten, die immer wiedergekäut werden wie im Magen einer Kuh ... Ich habe alles gelesen. Den ganzen Mist! So mache ich's immer. Bevor ich einen Nagel in die Wand schlage, besorge ich mir die einschlägige Literatur und mache mir ein Bild: Wie schlägt man einen Nagel in die Wand?

(Bevor ich sterbe, habe ich mir vorgenommen, alles zum Thema Sterben zu lesen: Wie sterbe ich richtig? Man kann nicht früh genug anfangen.)

Jetzt macht mir keiner mehr was vor. Jetzt weiß ich ALLES. Worauf es ankommt. Wie ich vorgehen muss. Pricing. Cover. Wichtigste Player. Wichtigste Shops. Welche Dienstleister. Wieviele Tantiemen. Rüstzeug draufgeschafft. Kann losgehen.

Kommentare

  1. Hallo Teufelnochmal,
    zu Deinem Bericht muss ich Dir völlig Recht geben. Man bekommt von den "renommierten Verlagen keine Nachricht, geschweige denn eine Antwort", so dass man zum Selfpuplisher umsatteln muss. Das habe ich jetzt schon öfters gehört.
    Habe mich vor kurzer Zeit auch entschlossen E-books zu schreiben. 3 habe ich schon fertig, das vierte ist in Arbeit. Die ersten drei habe ich bei XinnXii eingestellt, das nächste versuche ich alleine zu vermarkten, vielleicht noch bei Amazon. Mein Motto ist: selbst ist der Mann. Ohne Verlage geht es vielleicht etwas langsamer voran, dafür hat man aber keinen Ärger mit denen.
    Gruß Jürgen.
    PS: Besuche doch mal meine Webseite: www.fit-vital-gesund.com

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